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Das Schirmlexikon

Fachbegriffe rund um den Schirm

  • Arretstift 
- Dieser Stift sitzt am oberen Teil des Schirmstockes und verhindert beim Aufspannen, dass der Schirm zu weit hoch geschoben wird und überklappt.

  • Bezug 
- Das ist der Stoff mit dem der Schirm bespannt ist und wird meist aus Polyester hergestellt, weil Polyester in seiner Dehnung im nassen wie im trockenen Zustand unverändert bleibt. Es wird aber auch Nylon oder Baumwolle eingesetzt. Außerdem werden plastifizierte Stoffe verwandt, die aber bei Kälte sehr sperrig werden. Das eleganteste und hochwertigste Material ist Reine Seide. 

  • Brigg
 - Das ist der Schirm aus England von Swaine, Adeney, Brigg der zum Inbegriff des englischen Gentleman gehört.

  • China-Importe
 - Der größte Teil aller Schirm auf dem deutschen Markt (über 90%) werden in China produziert. Die billigsten Modelle werden selbst bei den niedrigen Löhnen dort in Heimarbeit produziert. 

  • Designerschirme - 
Es gibt echte Designerschirme, das sind Dessins, die tatsächlich aus den Designstudios von Girgio Armani usw. kommen und pseudo Designerschirme. Diese benutzen normale Stoffkollektionen und versehen die Dessins mit einem Designer-Logo, ohne hierbei eigene Entwürfe zu benutzen.

  • Durchgehende Stöcke
 - Das sind Holzstöcke, die aus einem Stück bestehen und naturgewachsen sind. Im Prinzip handelt es sich um Spazierstöcke, deren Griffe in monatelanger Handarbeit über Wasserdampf gebogen werden. In jedem Fall haben die edelsten Schirme durchgehende Stöcke aus den verschiedensten hochwertigen Hölzern. 

  • Duomatik
 - Ein Öffnungssystem, das per Knopfdruck den Schirm öffnet und auch wieder schließt. Der Schirm muss nach dem Schließen per Hand zusammengeschoben werden, um die Feder für die erneute Öffnung zu spannen. 

  • Einbindedraht - 
Mit diesem Spezialdraht werden die Stangen an der Krone und am Schieber befestigt. 

  • Federn
 - Automatik-Schirme haben eine extrem starke Feder, die bei Taschenschirmen den Stock und die Stangen auseinanderdrückt. Das ungewöhnliche der Automatik-Federn ist, dass die Feder und deren Druckpunkt sich in gleicher Richtung bewegen. In den Duomatik-Schirmen wird eine Kombination von im Stock liegenden Gummizügen, Seilen und Spiralfedern benutzt. 

  • Fritzkrücke
 - Das ist ein Griff der nicht gebogen ist sondern fast rechtwinklig zum Stock angebracht ist. Dieser Griff erleichtert das Abstützen. Den Namen hat der Griff vom Preußen-König Friedrich dem Großen, der einen silbernen Griff in dieser Form populär machte.

  • Golfschirme
 - Das sind übergroße Schirme mit Stangenlängen von 67 cm bis 75 cm. Die Schirme haben einen geraden Griff, um im Golfbag nicht in Kontakt zu den Golfschlägern zu kommen. Außerdem passen die Griffe dann in einen Adapter, um sie am Golf-Caddy zu befestigen. 

  • Gestell
 - Das sind alle Teile am Schirm außer dem Dach und dem Griff. Die Unterschiede 10-teilig oder 8-teilig geben Auskunft über die Anzahl der Stangen. Üblicherweise werden 8-teilge Gestelle bei Lang- wie bei Taschenschirmen eingesetzt. Bei den Mini-Taschenschirmen (Piccolo usw.) werden auch 6-teilige Gestelle eingebaut. Besonders stabile und hochwertige Schirme haben 10-teilge Gestelle. 

  • Holzstock - 
Lang-Schirme haben oft einen Holzstock. Denn Holz und Baumwolle erzielen die dort erwünschte rustikale Optik. Das Problem der Holzstöcke ist, dass diese nicht zum Aufstützen geeignet sind weil der Griff auf einem kleinen Zapfen aufgeleimt ist. Das ist aber bei einem durchgehenden Holzstock (siehe dort) natürlich nicht so..

  • Imprägnierung - 
Fast alle Schirmstoffe werden heute mit Teflon beschichtet. Das macht die Schirme regendicht, die Stoffe werden vor der Verschmutzung weitestgehend geschützt und die Beschichtung ist nicht sichtbar. Die Farben der Stoffe bleiben erhalten und die Stoffe behalten ihren weichen Griff. 

  • Krone
 - Das ist der zentrale Punkt am Schirm. Die Mitte des Schirmdaches, an der alle Stangen mit dem Einbindedraht befestigt werden. Die Krone ist direkt auf dem Stock befestigt. Heute werden fast ausschließlich Kronen aus Kunststoff eingesetzt. Ganz hochwertige handwerklich gefertigte Schirme haben eine Metallkrone. 

  • Kirschholz - 
Kirsche ist das schönste und durch seine Maserung und Farbe auch das ausdrucksvollste Holz, das neben der Esche, der Kastanie, dem Hickory, dem Ebenholz und vielen anderen benutzt wird. 

  • Langschirm oder Long - 
Alle Schirme, die nicht klappbar sind. Der Begriff wird aber überwiegend für lange Damenschirme benutzt. Die Schirmdächer bei sind bei Langschirmen größer als bei den Taschenschirmen.

  • Malacca-Rohr - 
Aus Malacca-Rohr werden viele hochwertige und leichte Schirmgriffe produziert. Es ist ein in sehr langen glatten Stufen wachsendes Rohr aus Asien. Besonders schön kommt die natürliche Maserung durch das Lackieren mit mehreren Schichten Bootslack zum Ausdruck.

  • Mini-Schirme
 - Kleine Taschenschirme, deren Stöcke mehrfach teleskopierbar sind und deren Stangen mehrfach geklappt werden. Jeds zusätzliche Gelenk oder das mehrfache Verjüngen des Stockes geht natürlich zu Lasten der Qualität. 

  • Nieten
 - Mit den Nieten werden die einzelnen Teile eine Stange verbunden und beweglich gehalten. Die Niete funktioniert dabei wie eine Achse bei einem Rad. Die Nieten nehmen einen gewaltigen Druck auf und müssen sehr präzise gearbeitet sein. Das erreicht man am besten mit nichtrostenden Massiv-Nieten aus Messing. In einfacheren Schirmen werden Hohlnieten eingesetzt. Das Problem ist bei Fiberglas-Stangen nicht so gravierend.

  • Öffnen
 - Alle Schirme ob Automatik oder Handöffner werden durch das bewegen des Schiebers geöffnet.

  • Platine
 - Die Platine sitzt über der Krone auf dem Schirmdach und soll das Regenwasser vom Stock auf das Dach leiten, so soll kein Wasser den Stock entlang laufen. Zur Verbesserung der Dichtigkeit wird zwischen Dach und Platine noch eine Rosette aus dem gleichen Stoff des Schirmdaches gelegt. 

  • Piccolo
 - Piccolo (klein) werden Mini-Taschenschirme genannt, die kleiner als 20 cm im zusammengelegten Zustand sind. 

  • Portierschirm - 
(auch Gästeschirm und Golfschirm) Ein Schirm in der Größe der Golfschirme, der seinen Namen durch die Hotelportiers erhalten hat. Im Gegensatz zum Golfschirm hat er er einen Rundhakengriff.

  • Sitzschirm - Der Sitzschirm ist ein rustikaler Schirm auf einem dicken (meist 20 mm) Unterstock. Der Griff ist ausklappbar und kann dann als Sitz benutzt werden. Am End des Stockes ist eine Metallzwinge mit einem starken Dorn, der beim Benutzen als Sitz das Wegrutschen verhindert.

  • Spitze - Die Spitzen sind am Ender der Stangen aufgesetzt. An den Spitzen wird das Schirmdach befestigt. Das Annähen einer Schirmspitze ist der gleiche Vorgang wie das Annähen eines Knopfes

  • Stützschirm
 - So nennt man Schirme, die als Ersatz für einen Stock benutzt werden. Die Schirme haben besonders starke Stöcke und Griffe in der Form der Fritzkrücke. Die Schirme sind kleiner als Modeschirme und haben einen
    Gleitschutz (Gummizwinge) am Stockende.

  • Schieber
 - Sowohl der Atomatikschirm als auch die handgeöffneten Schirme werden durch das Bewegen des Schiebers auf dem Stock geöffnet und geschlossen. 

  • Stangen
 - Stangen oder Schienen sind die Teile des Schirmes, die das Dach Tragen. Die Stangen sind durch den Schieber und die Krone mit dem Stock verbunden. Als Material werden Stahl, Fiberglas, Aluminium und auch Bambus eingesetzt. Die Stärke der Stangen und das Material sowie die Form der Stangen bestimmen zum größten Teil die Stabilität des Schirmes. Besonders stabil sind Stangen aus Federstahl.

  • Schulterschirme
 - Eigentlich Langschirme mit einem veränderten Griff und Topp, an dem ein Riemen befestigt ist, um die Schirme über der Schulter tragen zu können.

  • Stock
 - Der Stock ist das Teil, auf dem der Griff sitzt und das Gestell montiert ist. Stöcke sind aus Stahl, vernickelt, vermessingt oder lackiert; aus Fiberglas; aus Aluminium; aus Kohlefaser aus Rohr und aus Holz. Die hochwertigen stabilen Schirme haben einen durchgehenden Stock, sind also vom Ursprung elegante Spazierstöcke.

  • Topp
 - Der Topp ist bei einem Taschenschirm das abschraubbare obere Teil über der Krone. 

  • Taschenschirm - 
Alle kleinen faltbaren und teleskopierbaren Schirme nennt man Taschenschirme. Der erste Taschenschirm ist vor über 80 Jahren von Knirps auf den Markt gekommen. 

  • Trocknen
 - Alle Schirme müssen wenigstens über Nacht aufgespannt getrocknet werden. Metalle trocknen schlechter als die Bezugsstoffe und wenn der Schirm zusammengelegt ist, schließt die Decke das Gestell luftdicht ab. Die Fehler beim Trocknen sind die Hauptursache für defekte Schirme.

  • U-Profil oder Paragon-Stange - U-Profil oder Paragon-Stange bezeichnet die Form einer Stahl- oder auch Aluminium-Stange. Durch die U-Form wird die elastische Stange stabilisiert. 

  • Windproof
 - Der Begriff "Windproof" bedeutet, dass der Schirm bei einem eventuellen Überschlagen bei zu starkem Wind oder einer Bö wieder zurückgeholt werden kann. Windproof bedeutet nicht, dass der Schirm dem standhält. Der Begriff wird bei Import-Schirmen aus Fernost verwandt. Eigentlich sollte der Schirm möglichst lange dem Wind standhalten und nicht überschlagen.

  • Zwinge
 - Wenn der Langschirm zum Abstützen benötigt wird, kann die Rutschsicherheit auf glatten Böden durch das Überstülpen einer Gummi-Zwinge auf den Stock verbessert werden. Holzstock-Schirme haben am Stockende eine Plastikzinge und sehr gute Schirme eine echte Hornzwinge Zwinge. Unsere Oertel Handmade haben eine massive Edelstahlzwinge, die aus einem Stück Stahl heraus gedreht wurde.

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